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Beinvegni - Willkommen in Falera

Sternwissenschaft hat in Falera eine lange Tradition. Die klare, saubere Luft und der ideale Standpunkt bieten einen optimalen Platz um das unendliche Universum zu erforschen.

Mirasteilas ist die erste Sternwarte im Kanton Graubünden. Besuchern unserer Ski- und Wanderregion bietet das Observatorium eine interessante Abwechslung ihres Aufenthaltes. Zur Erforschung des Weltalls stehen verschiedene Instrumente bereit, unter anderem auch das grösste öffentlich zugängliche Teleskop der Schweiz. Vom Einsteiger bis zum Profi werden alle auf ihre Kosten kommen.

Wir laden Sie ein in eine bezaubernde Bergwelt, an einer prächtigen Lage im einzigartigen Gebiet Flims Laax Falera.

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Radiobeobachtungen

Da Meteoriten stürzen durch die Atmosphäre der Erde zerfallen sie in einer Höhe von 80 bis 130 km. Die feurigen Pfade, die sie hinterlassen sind voll von ionisierten Gasen, die Radiowellen zu reflektieren. Amateurfunker routinemäßig eine Schicht der Erdatmosphäre namens Ionosphäre (die durch ultraviolette Strahlung der Sonne ionisiert ist), um Kurzwellensignale über den Horizont für Fernkommunikation hüpfen. Zerfallenden Meteoriten schaffen eine kurzlebige Mini-Ionosphäre, die als Elektronen und Ionen verschwindet in der Spur rekombinieren können, um neutrale Moleküle zu bilden. Aber für einige Sekunden entfernten Funksignale abprallen den Meteorspur, was zu einem Radar-ähnlichen "ping" in Receiver unten. Ein typisches Echo klingt wie diese.

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Radio Meteorbeobachtung ist technisch anspruchsvoll, aber ermöglicht kontinuierliche Meteorbeobachtungen unabhängig von der Witterung oder Tageszeit. Um sie durchführen, wird ein Funkempfänger benötigt. Dieser besteht aus einer 4-Elemente-Yagi-Antenne und einem Radioempfänger, heute oft ein digitaler USB Empfänger. Dieser ist mit einem Computer verbunden, welcher mit spezieller Software die Signale kontinuierlich, 24 Stunden pro Tag aufzeichnet und sie gleichzeitig auswertet. Als Sender dient eine Radiostation in Frankreich, welche dauernd auf der Frequenz von 143 MHZ ein Signal aussendet.

Tritt ein Meteoroid in die obere Atmosphäre der Erde ein, werden die verdrängten Luftmoleküle angeregt. Es entsteht eine Lichtspur - die Sternschnuppe - und die Luft wird ionisiert, d.h. stark elektrisch aufgeladen. Diese Spur kann von Sekundenbruchteilen bis zu einigen Minuten sichtbar sein.

Die Radio-Meteorbeobachtung basiert auf diesem Ionisierungseffekt. Die weit entfernte Antenne (ca. 1000km) sendet ein kontinuierliches Signal aus, das vom Empfänger, also beispielsweise Mirasteilas, normalerweise nicht empfangen werden kann wegen der Erdkrümmung.

Ist nun der Meteor zwischen Sender und Empfänger, kann die ionisierte Meteorspur das Sendesignal reflektieren, es entsteht ein Radio-Echo, der Empfänger kann kurzzeitig ein Signal empfangen. Die Auswertung erlaubt, dieses von anderen Signalen (z.B. Flugzeugen) zu trennen und aufzuzeichnen.

Die Daten dieser Messungen werden zentral beim Radio Meteor Observatory Bulletin RMOB gesammelt. Die Auswertung der  Messungen an verschiedenen Orten erlauben es, Informationen über die Flugbahn und Grösse der Sternschnuppe zu gewinnen.

Beobachtungsbeispiele aus Mirasteilas

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 Antenna messung